Prof. Dr. Wierlacher
  Home
  Aktuelles
     aus dem Kulinaristik-Forum
     zu Publikationen
  Zur Person
     Ehrungen
  Arbeitsgebiete
     Fort- und Weiterbildung
     Interkulturelle Germanistik
     Kulinaristik
  Mitgliedschaften
  Vorstands-, Berater-
  und editorische Tätigkeit

     Kulinaristik-Forum
            Wissenschaftspreis Kulinaristik
     Internationaler Arbeitskreis
        für Kulturforschung des Essens

  Publikationen
     Architektur interk. Germanistik
     Blickwinkel
     Das Fremde und das Eigene
     Das Kulturthema Essen
        bei Thomas Mann

     Deutsch-Chinesisches Forum
        interkultureller Bildung

     Essen und Lebensqualität
     Fremdgänge
     Fremdsprache Deutsch
     Gastlichkeit
     Handbuch interk. Germanistik
     Hingabe und Vertragsstiftung
     Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache
     Jahrbuch für Kulinaristik
     Kulinaristik. Forschung-Lehre-Praxis
     Kulinaristik des Frühstücks
     Kulturthema Essen
     Kulturthema Fremdheit
     Kulturthema Kommunikation
     Kulturthema Toleranz
     Perspektiven und Verfahren
     Toleranztheorie in Deutschland
     Vom Essen in der deutschen
        Literatur

     Wissenschaftsforum Kulinaristik
     Zeitschrift Kulinaristik
  Frühere Initiativen
     Arbeitskreis für interkulturelle
        Germanistik in China

           Veranstaltungen
 
   Wissenschaftskooperation
        Bayern-Shandong (China)

     Deutsch-chinesisches
        Doktorandenkolloquium

  Aufsätze
  Literaturverzeichnis
  Impressum
Gastlichkeit. Rahmenthema der Kulinaristik

Herausgegeben von Alois Wierlacher.
LIT-Verlag, Berlin 2011, 543 Seiten, 39.90 €
ISBN 978-3-643-11442-6
(= Band 3 der Buchreihe Wissenschaftsforum Kulinaristik)

Coverbild Gastlichkeit

 

 -> Verlangsinformation und Bestellmöglichkeit

 -> Rezension im Austria-Forum 2012

 -> Rezension auf IASLonline.de 2013

 

 

 

 


Aus der Einführung
Im Zeitalter der Globalisierungsprozesse gewinnt die Gastlichkeit erhöhte Aktualität und muss wie alle Leitkonzepte neu gefestigt werden. Zu Anfang des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts heißt das, unsere Begriffe von Gastlichkeit und ihren Bedeutungen angesichts der fortschreitenden Internationalisierungs- und Globalisierungsprozesse so zu erneuern, dass sie im Dialog der Menschen und Institutionen über kulturelle Grenzen hinweg Funktionen von wenigstens mittlerer kultureller Reichweite gewinnen. Es ist also ein universell akzeptables Gastlichkeitskonzept zu erarbeiten, das zugleich Spielräume für Gastlichkeitsbegriffe eröffnet, die in Wahrung historischer Besonderheiten nur für einzelne Kulturregionen gelten. Drei Grundformen der Gastlichkeit zu unterscheiden: die ontologische Form, die politische und die kulturelle. Mit der ersten Form wird das Faktum erfasst, dass wir alle Gast des Lebens sind; mit der politischen Form der Gastlichkeit ist der Bedarf an Aufnahme von Menschen in Not und Verfolgung bis hin zum Asyl gemeint; mit dem Begriff „kulturelle Gastlichkeit“ bezeichnen wir die kulturspezifische Praxis, Menschen zu bewirten, zu einem gemeinsamen Essen einzuladen und zu beherbergen. Diese dritte Variante definiere ich als ein Beziehungskonzept, ein Kulturmuster, eine Rechtsfigur, ein Geschäftsmodell und eine übergreifende Schutzkategorie.

09.11.2023